Danggui Sini Tang stammt aus dem Han-Dynastie-Werk „Shanghan Lun“ von Zhang Zhongjing und besteht aus sieben Zutaten: Danggui, Guizhi, Baishao, Xixin, Gancao, Mutong und Dazao. Es ist eine klassische Rezeptur zur Behandlung von Blutmangel mit kalten Extremitäten. Die Studie ordnet systematisch die literarischen Aufzeichnungen aus historischen TCM-Werken zu Danggui Sini Tang und analysiert basierend auf der aktuellen klinischen Anwendung dessen Zusammensetzung, Herkunft der Arzneimittel, Verarbeitung, Dosierung, Dekoktionsmethoden und Hauptindikationen, um eine Referenz für die Entwicklung und klinische Anwendung der Formel zu bieten. Die systematische Überprüfung historischer Quellen zeigt, dass es im Laufe der Zeit mehrere gleichnamige Varianten gab, jedoch hat die im „Shanghan Lun“ beschriebene Rezeptur den größten Einfluss auf die Nachwelt und wurde von Ärzten übernommen. Die Dosierung wurde in der Ming- und Qing-Dynastie bei einigen Kräutern reduziert, blieb aber im Wesentlichen erhalten. Bei der Verarbeitung von Danggui, Baishao, Tongcao und Gancao gab es leichte Veränderungen, jedoch wurde die grundlegende Verarbeitung beibehalten. Hinsichtlich der Wirksamkeit wurde Danggui Sini Tang zur Behandlung von Blutmangel mit Kälte und Dysenterie eingesetzt; in der Ming- und Qing-Zeit wurde der Einsatz auf Kopfschmerzen, Krämpfe, kindliche Krampfanfälle und Vaginalverengung ausgeweitet. Heutzutage wird es vor allem bei diabetischer peripherer Neuropathie, rheumatoider Arthritis, Dysmenorrhoe und Raynaud-Erkrankung angewendet. Vorsichtsmaßnahmen besagen, dass Schwangere das Mittel nicht einnehmen sollten und es nur bei kalten Gliedmaßen durch Blutmangel geeignet ist, nicht bei anderen Ursachen. Moderne Literatur berichtet keine schwerwiegenden Nebenwirkungen. Die Wirksamkeit ist gut belegt, und es wird empfohlen, Qualitätskontrollstandards zu entwickeln, um die Sicherheit zu gewährleisten und die weitere Entwicklung und Nutzung der Formulierung zu fördern.