Ziel: Basierend auf der Wirksamkeitsbeziehung zwischen Zielmodulgruppen soll der Wirkmechanismus der Danhong-Injektion (DHI) bei der Behandlung der chronisch stabilen Angina pectoris (SAP) untersucht werden, um die pharmakologische Wirkung von DHI zu erläutern. Methode: In der Studie wurden basierend auf den in früheren klinischen Studien gewonnenen Werten der Häufigkeit von Angina pectoris (AF) im Seattle Angina Questionnaire (SAQ) Wirksamkeitsgruppen vor und nach der DHI-Behandlung eingeteilt. Die Transkriptomdaten der Patienten mit der besten Wirksamkeit am 30. Tag nach der Behandlung dienten als Datenquelle für die gewichtete Genkoexpressionsnetzwerkanalyse (WGCNA). Ein Koexpressionsnetzwerk wurde aufgebaut, Module wurden unterteilt und mit klinischen Merkmalen verknüpft. Zudem wurden mittels Zsummary Arzneimitteleffekt-Module identifiziert; Module mit Z<0 wurden als Arzneimitteleffekt-Module bestimmt. Ferner wurden dynamische Veränderungen der Wirkungs-Netzwerkmodule auf Netzwerk- und Modulebene anhand von Netzwerktopologie-Metriken wie Netzwerkdichte, Zentralität und Clusterkoeffizient untersucht. Anhand des Personalized Network Control Algorithmus (PNC) wurden Treibergene ausgewählt. Abschließend erfolgte eine experimentelle Validierung der Treibergene in einem Hypoxie/Reoxygenierungsmodell (H/R) mit Ratten-H9C2-Zellen, was potenzielle Wirksamkeitsziele von DHI bei der Behandlung der chronischen SAP bestätigte. Ergebnisse: Die Gruppe mit der besten Wirksamkeit bei der DHI-Behandlung umfasste 19 Module; im Vergleich zu Baseline (Tag 0) und 30 Tagen nach der Behandlung wurden 12 Arzneimitteleffekt-Module erhalten; die Veränderungen von Netzwerk- und Modulmetriken bestätigten den aggregierten Zustand des Netzwerks nach der SAP-Behandlung mit DHI. Abschließend bestätigte das H9C2-H/R-Modell die Schlüsselrolle der Treibergene Klotho und Fibroblasten-Wachstumsfaktor 22 (FGF22) bei der DHI-Behandlung von SAP. Fazit: Die Studie identifizierte basierend auf klinischen Transkriptomdaten die Wirksamkeitsbeziehung von Zielmodulgruppen für DHI bei der Behandlung von SAP und lieferte eine wissenschaftliche Grundlage für den Wirksamkeitsantriebsmechanismus.