Retinitis pigmentosa (RP) ist die häufigste erblich bedingte Erblindungskrankheit in der Klinik, bei der es zu einem fortschreitenden Zelltod der photorezeptiven Zellen der Netzhaut einhergehend mit einer Degeneration der retinalen Pigmentepithelzellen (RPE) kommt. Der Pathomechanismus ist noch nicht vollständig geklärt. Die aktuelle westliche Behandlung basiert hauptsächlich auf Gentherapie und Stammzelltransplantationen, deren Wirksamkeit jedoch begrenzt ist. Die traditionelle chinesische Medizin zeigte in klinischen Beobachtungen eine gewisse Wirksamkeit. Die Etablierung eines RP-Tiermodells, das den syndromalen Eigenschaften der chinesischen und westlichen Medizin entspricht, hilft, die Vorteile beider Therapien gemeinsam zu nutzen und erweitert so die Behandlungsmöglichkeiten von RP. Diese Studie fasst die Klassifikation, Typen, Erbgang und klinische Übereinstimmung bestehender RP-Tiermodelle zusammen. Es zeigte sich, dass aktuelle RP-Modelle hauptsächlich aus natürlichen Tiermodellen wie RD-Mäusen, RCS-Ratten, transgenen Tiermodellen wie RPE-65-Gen-Knockout-Mäusen, Rhodopsin-Knockout-Mäusen sowie chemischen Modellen durch monochromatische Beleuchtung und N-Ethyl-N-nitrosharnstoff (ENU) bestehen. Diese drei Modelltypen konzentrieren sich mehr auf histopathologische, molekularbiologische und zellimmunologische Befunde des RP, während Beobachtungen der Krankheitsmerkmale begrenzt und syndrombezogene Beobachtungen nahezu fehlen. Obwohl RP eine angeborene Erbkrankheit ist, wird der Krankheitsverlauf von erworbenen Faktoren wie Umwelt, Konstitution, psychischer Verfassung und Pflege beeinflusst. Bestehende Modelle spiegeln die Krankheitseigenschaften nicht vollständig wider. Daher hat die Etablierung eines RP-Tiermodells basierend auf den syndromalen Eigenschaften der chinesischen und westlichen Medizin positive Bedeutung für zukünftige experimentelle und klinische Forschungen.
关键词
Retinitis pigmentosa; syndromale Eigenschaften der chinesischen und westlichen Medizin; Tiermodell; klinische Übereinstimmung