Kolorektales Karzinom, als eine der malignen Tumorerkrankungen des Verdauungstrakts mit hoher Inzidenz und Mortalität weltweit, zeigt jährlich eine stetige Zunahme der Neuerkrankungen. Obwohl konventionelle Behandlungsmethoden wie Strahlentherapie, Chemotherapie und Operation vorhanden sind, stellen das Fehlen von Früherkennung, schlechte Prognose und Therapie-resistenz erhebliche Herausforderungen für die Patienten dar. Die Pathogenese des kolorektalen Karzinoms ist komplex und vielfältig, daher besteht ein dringender klinischer Bedarf an sicheren, effektiven, zuverlässigen und multi-target Therapeutika. Der Hippo-Signalweg steht in engem Zusammenhang mit Tumorentstehung, Krebszellinvasion und -migration sowie Resistenzen und ist stark an der Entwicklung des kolorektalen Karzinoms beteiligt. Die gezielte Behandlung dieses Signalwegs zur Krebsprävention und -therapie ist in den letzten Jahren ein wichtiger Forschungsbereich geworden. Die Traditionelle Chinesische Medizin bietet multifunktionale, mehrfache und multi-target Vorteile und hat durch die Verbesserung der Immunfunktion der Patienten, die Verbesserung der Lebensqualität und die Verlängerung der Überlebenszeit eine wichtige Rolle in der Behandlung von kolorektalem Karzinom eingenommen. Studien haben gezeigt, dass die aktiven Bestandteile der chinesischen Medizin wie Flavonoide, Terpene, Phenole, Alkaloide, Chinone, Lignane und Saponine sowie chinesische Kräuterrezepturen wie modifizierte Vier-Könige-Suppe, Entgiftungs-Drei-Wurzeln-Suppe, Milzkräftigungs-Entgiftungsformel und Stauungs-Entgiftungssuppe eine bedeutende zielgerichtete Wirkung auf den Hippo-Signalweg haben. Die antikolorektale Krebswirkung wird durch Induktion von Autophagie und Apoptose der Krebszellen, Hemmung der epithelialen-mesenchymalen Transition, Umkehrung der Tumorresistenz und Blockade des Zellzyklus vermittelt. Diese Arbeit fasst die Studien im In- und Ausland zur Wirkung der traditionellen chinesischen Medizin auf die Regulation des Hippo-Signalwegs bei der Prävention und Behandlung des kolorektalen Karzinoms zusammen und bietet neue Referenzen und Ideen für die klinische Anwendung und die Arzneimittelentwicklung.