Durch die Untersuchung antiker Kräuterbücher, medizinischer Schriften und Rezeptbücher sowie mit modernen Quellen wurde eine systematische Übersicht und Prüfung von Piper longum (荜茇) hinsichtlich Name, botanischer Herkunft, verwendeter Pflanzenteile, Anbaugebieten, Ernte und Verarbeitung, Eigenschaften und Wirkungen vorgenommen. Dies dient als Referenz für die Entwicklung und Nutzung klassischer Rezepturen, die Piper longum enthalten. Die Untersuchungen zeigen, dass der Name "荜茇" erstmals im "Beschreibenden Buch der Pflanzen des Südens" erscheint und weitere Synonyme wie Bipoli (荜拨梨), Halulu (蛤蒌) und Pfefferblüte (胡椒花) existieren. Botanisch stammt Piper longum aus der Familie der Pfeffergewächse; in der Antike wurden sowohl Früchte als auch Wurzeln verwendet, ab der Republikzeit hauptsächlich die Früchte. Die verwendete Arzneiteil ist der getrocknete, fast reife oder reife Fruchtstand. Piper longum stammt ursprünglich aus Indien und wurde seit der Tang-Dynastie in China kultiviert. Im Ming-Reich wurde die Region Duanzhou (heute Zhaoqing, Guangdong) als Herkunftsgebiet festgelegt. Heute wird es in Guangdong, Guangxi, Hainan und Yunnan angebaut. Die Erntezeit ist traditionell im Herbst; die alte Verarbeitungsmethode beinhaltet "Entfernen des Stiels, Übernacht-Einweichung in Kopfessig, Trocknung, Hautabschabung bis sauber". Moderne Verarbeitung umfasst Entfernen von Verunreinigungen, Trocknen in der Sonne und Zerstoßen vor Gebrauch. Die Eigenschaften und Anwendungen sind von alters her gleich geblieben: scharfer Geschmack, warme Natur, ungiftig, wirkt wärmend auf die Mitte, vertreibt Kälte, reguliert das Qi und lindert Schmerzen; verwendet bei kalten Bauchschmerzen, Erbrechen, Durchfall, Brustschmerzen, Kopfschmerzen und Zahnschmerzen. Basierend auf den Forschungsergebnissen wird empfohlen, bei der Entwicklung klassischer Rezepturen mit Piper longum die getrockneten, fast reifen oder reifen Fruchtstände zu verwenden; wenn keine besonderen Verarbeitungsanforderungen vorliegen, sollte das Rohmaterial verwendet werden; detaillierte Verarbeitungsmethoden sind in der aktuellen Ausgabe des "Pharmakopöe der Volksrepublik China" unter Piper longum zu finden; falls Essig-Einweichung oder Schälen vorgeschrieben ist, sollte die traditionelle Methode beachtet werden.