Ziel: Untersuchung der Wirkung von Qi-Shu Jian-Wei Granulat auf die abnormale Proliferation und maligne Transformation von Magenschleimhautzellen bei Ratten mit intraepithelialer Magenneoplasie (GIN) sowie die zugrunde liegenden Mechanismen. Methoden: Es wurden 80 männliche Wistar-Ratten SPF-Levels ausgewählt, das GIN-Modell wurde durch eine kombinierte Vierfaktor-Methode erstellt: „N-Methyl-N′-nitro-N-nitrosoguanidin (MNNG)+Ranitidin+ gestörte Hunger-Sättigungs-Regulation + Natriumsalicylat“. Nach erfolgreicher Modellierung wurden die Ratten außer der Normalgruppe nach Körpergewicht zufällig in Modellgruppe, Morudan-Gruppe (0,55 g·kg⁻¹) und Qi-Shu Jian-Wei Granulatgruppe (7,34 g·kg⁻¹) eingeteilt, jeweils 12 Tiere pro Gruppe, Intervention für 8 Wochen. Es wurden klinische Merkmale und morphologische Veränderungen der Magenschleimhaut beobachtet; mit Hämatoxylin-Eosin (HE)-Färbung histopathologische Veränderungen untersucht; Serumspiegel von Pepsinogen I (PGⅠ), Pepsinogen II (PGⅡ), Gastrin (G-17) und Transforming Growth Factor-β1 (TGF-β1) sowie deren Expression in Magenschleimhaut mittels ELISA bestimmt, zusätzlich das Verhältnis PGⅠ/PGⅡ berechnet; Ki-67 und Vimentin in Magenschleimhaut mittels Immunhistochemie (IHC) lokalisiert und quantifiziert; Western Blot analysierte Proteinexpression von Wnt3a, β-Catenin, CyclinD1, Onkogen C-myc, TGFβRⅠ, Smad2/3, phosphoryliertem Smad2/3 (p-Smad2/3), Twist1 und Vimentin. Ergebnisse: Im Vergleich zur Normalgruppe zeigten die Modellratten trübe Augen, blasse Ohren und Pfoten, dunkelrote Zunge, stumpfen Schwanz; Magenschleimhaut war blass mit Hyperämie und Erosion, Drüsenstrukturen waren unregelmäßig, Kern-Zytoplasma-Verhältnis erhöht, tumoröse Zellen lokalisiert; Serumspiegel von PGⅠ, PGⅡ und das Verhältnis PGⅠ/PGⅡ waren signifikant vermindert (P<0,01), G-17 signifikant erhöht (P<0,01); Proteinexpression von Ki-67, Wnt3a, β-Catenin, CyclinD1, C-myc, TGF-β1, TGFβRⅠ, Smad2/3, Twist1 und Vimentin war deutlich erhöht (P<0,05, P<0,01), während p-Smad2/3 verringerte Werte zeigte (P<0,05). Im Vergleich zur Modellgruppe verbesserten Morudan- und Qi-Shu Jian-Wei-Gruppen klinische Merkmale und Magenschleimhautstatus; HE-Färbung zeigte, dass Qi-Shu Jian-Wei Granulat die maligne Progression von GIN effektiv blockiert; Serumspiegel von PGⅠ, PGⅡ und das Verhältnis stiegen signifikant (P<0,05, P<0,01), G-17 sank signifikant (P<0,01); die Expression von Ki-67, Wnt3a, β-Catenin, CyclinD1, C-myc, TGF-β1, TGFβRⅠ, Smad2/3, Twist1 und Vimentin wurde signifikant reduziert (P<0,05, P<0,01). Fazit: Qi-Shu Jian-Wei Granulat hat eine therapeutische Wirkung auf das GIN-Rattenmodell, die vermutlich durch Hemmung des Wnt/β-Catenin-Signalwegs, Zellzyklusregulation und Unterdrückung der abnormalen Zellproliferation sowie Hemmung des TGF-β1/Smad/Twist1-Signalwegs und der epithelial-mesenchymalen Übergangsprozesse erfolgt und somit die maligne Progression der intraepithelialen Magenneoplasie stoppt.