Untersuchung der Wirkung und des Mechanismus von Xuefu Zhuyu-Tang bei der Behandlung der metabolisch assoziierten Fettlebererkrankung auf Basis des AMPK-Signalwegs
Ziel ist es, mit einer kombinierten Methode aus Netzpharmakologie und Tierversuchen den Wirkmechanismus der Xuefu Zhuyu-Tang (XFZYT) bei der Behandlung der metabolisch assoziierten Fettlebererkrankung (MAFLD) zu untersuchen. Methode: Die Netzpharmakologie wurde genutzt, um die Schlüsselkomponenten von XFZYT, die Kernziele der MAFLD-Behandlung und die Signalwege vorherzusagen; in Tierversuchen wurde ein MAFLD-Rattenmodell durch 4-wöchige Fütterung mit cholesterinreicher Diät (HCD) etabliert, dem anschließend für 2 Wochen niedrige (2 g·kg-1) und hohe Dosen (4 g·kg-1) von XFZYT verabreicht wurden. Biochemische Methoden wurden verwendet, um im Serum Aspartat-Aminotransferase (AST), Alanin-Aminotransferase (ALT), Gesamtkalzium (TC), Triglyzeride (TG), hochdichtes Lipoprotein (HDL), niedrigdichtes Lipoprotein (LDL), Superoxiddismutase (SOD), Katalase (CAT) Aktivität sowie Malondialdehyd (MDA) und Glutathion (GSH) zu messen, ebenso wie TC und TG in der Leber; mittels ELISA wurden Serumspiegel von Interleukin (IL)-6, IL-1β und Tumornekrosefaktor (TNF)-α bestimmt; die histopathologische Morphologie, Lipidablagerung und ROS-Level in der Leber wurden mit HE-Färbung, Oil Red O-Färbung und DHE-Sonde bewertet; die Proteinexpression von AMPK, p-AMPK, Nrf2, HO-1, NF-κB und p-NF-κB in der Leber wurde mittels Western Blot nachgewiesen; eine ungerichtete Serum-Metabolomik-Analyse wurde mit LC-MS/MS durchgeführt. Ergebnisse: Die Netzpharmakologie-Analyse identifizierte 155 potenzielle Ziele von XFZYT bei der Behandlung von MAFLD, darunter STAT3, Akt1, TNF und IL-6, wobei die hauptsächlich angereicherten KEGG-Signalwege den AMPK-Signalweg betrafen. Tierversuche zeigten, dass im Vergleich zur CON-Gruppe Ratten der MOD-Gruppe Dyslipidämie, Leberschäden sowie deutliche Lipidablagerungen und Entzündungserscheinungen in der Leber aufwiesen, mit signifikant erhöhten Serumspiegeln von AST, ALT, TC, TG, LDL und MDA (P<0.05), verringerten HDL-, GSH- und SOD-, CAT-Aktivitäten (P<0.05) sowie verringerter Expression von Nrf2, HO-1 und p-AMPK-Proteinen und deutlich erhöhter Expression von p-NF-κB (P<0.05). Im Vergleich zur MOD-Gruppe zeigte die XFZYT-Behandlungsgruppe eine signifikante Verbesserung der Dyslipidämie und Leberschädigung, reduzierte Lipidablagerungen und Entzündungszellinfiltrate in der Leber, signifikant niedrigere Serumwerte von AST, ALT, TC, TG, LDL und MDA (P<0.05), signifikant höhere Werte von HDL, GSH sowie der SOD- und CAT-Aktivitäten (P<0.05) und signifikant erhöhte Expressionslevels von Nrf2, HO-1 und p-AMPK sowie verringerte Expression von p-NF-κB (P<0.05). Die Serum-Metabolomics-Analyse zeigte 511 differenzielle Metaboliten zwischen CON und MOD (231 hochreguliert, 280 herunterreguliert) sowie 94 differenzielle Metaboliten zwischen XFZYT und MOD (51 hochreguliert, 43 herunterreguliert), wobei 11 Metaboliten die deutlichsten Veränderungen zeigten, die hauptsächlich mit Triglyzeridstoffwechsel, Cholesterinstoffwechsel und Insulinresistenz im Zusammenhang mit AMPK-Signalwegen verbunden sind. Schlussfolgerung: XFZYT könnte seine therapeutische Wirkung bei MAFLD-Ratten durch Regulation des AMPK-Signalwegs ausüben.