Das Tic-Störungs-Syndrom ist eine bei Kindern häufig auftretende neuroentwicklungsbedingte Erkrankung, klinisch gekennzeichnet durch motorische und/oder vokale Tics. Die Pathogenese steht im Zusammenhang mit einer Überaktivität des dopaminergen Systems der Basalganglien. Die moderne medizinische Behandlung weist unerwünschte Wirkungen und begrenzte Wirksamkeit auf. In der traditionellen chinesischen Medizin wird diese Erkrankung den Kategorien „Leberwind“ und „Tics“ zugeordnet und als eng mit einer Leberfehlregulation verbunden angesehen. Gou Teng ist ein häufig verwendetes Mittel zur Beseitigung von Wind. Die Herkunft von Gou Teng ist eindeutig, die chemische Zusammensetzung ist reichhaltig, Alkaloide sind wichtige aktive Bestandteile, darunter Gou Teng-Alkaloid und Iso-Gou Teng-Alkaloid. Die im Blut vorhandenen Bestandteile umfassen mehrere Prototyp-Alkaloide, es gibt metabolische Unterschiede und enterohepatische Kreisläufe; die Hirnkomponenten zeichnen sich durch eine Blut-Hirn-Schranken-Durchdringung aus, ihre Verteilung steht in Zusammenhang mit der pharmakologischen Wirkung. In den letzten Jahren konzentrieren sich immer mehr Forschungen auf die pharmakologischen Wirkungen und Mechanismen der wirksamen Bestandteile von Gou Teng bei der Behandlung der Tic-Störung. Dieser Artikel gibt einen systematischen Überblick über die Wirkmechanismen von Gou Teng und seinen Hauptwirkstoffen bei der Behandlung der Tic-Störung, einschließlich der Regulation von Monoamin- und Aminosäuren-Neurotransmittern, der Verbesserung des Ungleichgewichts des Neurotransmittersystems; dem Schutz der Nerven und der Intervention in neuroinflammatorische Signalwege; der antioxidativen Wirkung und Aktivierung antioxidativer Signalwege; der immunmodulatorischen Funktion, die Immunzellen und die Darmflora beeinflusst. Es wird auch die klinische Anwendung von Formulierungen mit Gou Teng zur Behandlung der Tic-Störung zusammengefasst, was neue Ansätze für die weitere Erforschung der pharmakologischen Mechanismen von Gou Teng und der Behandlung der Tic-Störung bietet.