Ziel ist es, moderne Analysetechniken und biotechnologische Methoden einzusetzen, um den Inhalt der Toxizitätsreduktion und Wirksamkeitserhaltung von gesalzenem und geröstetem Psoraleae Fructus aus drei Dimensionen zu erklären: Leberschädigung, antiosteoporotische Aktivität und chemische Bestandteile. Methode: Basierend auf dem Modell von Zebrafischlarven wurden Voruntersuchungen zur Leberschädigung von wässrigen Extrakten verschiedener Chargen von rohem und gesalzenem Psoraleae Fructus durchgeführt. Für das rohe Material wurden niedrige, mittlere und hohe Dosierungen von 134,17, 178,89 und 268,34 mg·L-1 verwendet, für das gesalzene Material waren es 135,04, 180,0 und 270,08 mg·L-1. Die antiosteoporotische Aktivität wurde durch Knochenfärbung mit Alizarinrot bei Larven bewertet, mit niedrigen, mittleren und hohen Dosierungen von rohem Psoraleae Fructus (33,54, 67,08, 134,17 mg·L-1) und gesalzenem (33,76, 67,52, 135,04 mg·L-1) (Beispiele für jeweils eine Charge). Anschließend wurde die UPLC-Q-TOF-MS-Technik verwendet, um Veränderungen der chemischen Bestandteile vor und nach dem Salzen und Rösten des Psoraleae Fructus zu identifizieren, kombiniert mit Hauptkomponentenanalyse (PCA), orthogonaler partieller kleinster Quadrate Diskriminanzanalyse (OPLS-DA) und unabhängigen t-Tests, um differenzielle Bestandteile auszuwählen und potenzielle materielle Grundlagen für die Toxizitätsreduktion und Wirksamkeitserhaltung zu erforschen. Ergebnisse: Die hohe Dosis des rohen Materials führte im Zebrafischmodell zu signifikanten Leberschäden (P<0.01), während die niedrige Dosis therapeutisches Potenzial gegen Prednisolon-induzierte Osteoporose zeigte; im Gegensatz dazu reduzierte das gesalzene Psoraleae Fructus signifikant die Leberschädigung und behielt die antiosteoporotische Aktivität bei (P<0.01). Insgesamt wurden 82 Verbindungen mittels UPLC-Q-TOF-MS identifiziert; die Analyse zeigte einen allgemeinen Abwärtstrend der relativen Reaktionswerte der meisten chemischen Bestandteile nach der Salzbehandlung, wobei 69 Bestandteile (repräsentiert durch Psoralidin) abnahmen und 13 Bestandteile (repräsentiert durch 4′-O-Methyl Psorachalcon B) zunahmen. Multivariate statistische Analysen identifizierten 11 Schlüsselbestandteile mit signifikanter Differenz, darunter Psoralidin und Psoraphenol. Fazit: Die Salzbehandlung von Psoraleae Fructus kann Leberschäden verringern und gleichzeitig die pharmakologische Aktivität erhalten; diese Veränderung der Toxizität könnte mit den Veränderungen der Bestandteile vor und nach der Salzbehandlung zusammenhängen und liefert wichtige wissenschaftliche Grundlagen zur Erklärung traditioneller Zubereitungsmethoden.