Forschungsfortschritte zur Regulation des endoplasmatischen Retikulum-Stresses durch Traditionelle Chinesische Medizin zur Prävention und Behandlung neuropathischer Schmerzen
Neuropathische Schmerzen (NP) sind eine Gruppe chronischer Schmerzsydrome, die durch Schädigung, Entzündung oder Funktionsstörung des sensorischen Nervensystems verursacht werden. Der Pathomechanismus ist komplex und eng mit peripherer Sensibilisierung und Plastizitätsveränderungen des zentralen Nervensystems verbunden. Klinische Manifestationen umfassen häufig spontane Schmerzen, Schmerzüberempfindlichkeit und sensorische Störungen, was die Lebensqualität der Patienten stark beeinträchtigt und die klinische Behandlung erschwert. Der endoplasmatische Retikulum-Stress (ERS) ist eine wichtige zelluläre Stressreaktion auf Störungen der inneren Homöostase, die hauptsächlich durch drei zentrale Signalwege ausgelöst wird: die Proteinkinase RNA-ähnliche endoplasmatische Retikulumkinase (PERK), die transmembranäre Kinase/Endonuklease IRE1α sowie den aktivierten Transkriptionsfaktor 6 (ATF6). ERS spielt eine Schlüsselrolle bei der pathologischen Entwicklung von NP. Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) nutzt ihre multifunktionalen und multiplen Signalwege sowie ihre ganzheitliche Regulation, um das ERS-Signalnetzwerk zu modulieren, Neuronenapoptose zu hemmen, neuroinflammatorische Infiltration zu reduzieren, Autophagie-Dysfunktion zu korrigieren und die Reparatur und Regeneration geschädigten Nervengewebes zu fördern. Dieser Artikel gibt einen systematischen Überblick über die Kernmechanismen von ERS bei der Entstehung und Entwicklung von NP, mit Fokus auf potenzielle Kernwirkstoffe aus der TCM wie Tanshinon II A, Baicalin, Apigenin, klassische und erfahrungsbasierte Formeln wie Huangqi Guizhi Wuwu Tang, Compound Qi Ying Granulate, Tangluoning, sowie externe TCM-Therapien wie Elektroakupunktur, Gerstenkorn-Moxibustion und Nadelmesser-Therapie. Durch die gründliche Analyse der Wirkungscharakteristika und Mechanismen verschiedener TCM-Interventionen bei der „bidirektionalen Regulierung“ und „multifunktionalen Synergie“ soll eine solide theoretische Grundlage zur weiteren Optimierung von Präventions- und Behandlungsstrategien für NP geschaffen sowie Richtungen für die klinische Translation und zielgerichtete Arzneimittelentwicklung aufgezeigt werden.