Ziel ist die Untersuchung der schützenden Wirkung und molekularen Mechanismen von Qi Qiao Qing Wen Jiedu-Granulaten (QQQW) bei viraler Lungenentzündung durch Influenza A H1N1 bei Mäusen. Es wurden 36 männliche Balb/c-Mäuse zufällig in Kontroll-, Modell-, QQQW niedrige (1,25 g·kg⁻¹), mittlere (2,5 g·kg⁻¹), hohe (5 g·kg⁻¹) Dosierungsgruppen und eine Oseltamivir-Gruppe (20 mg·kg⁻¹) mit je 6 Mäusen eingeteilt. Mit Ausnahme der Kontrollgruppe erhielten die anderen eine nasale Inokulation mit 1,5-facher LD50-Dosis des H1N1-Virus zur Etablierung des Pneumoniemodells. Die Behandlung begann 2 Stunden nach Infektion, einmal täglich für 7 Tage, die Messung der Parameter erfolgte 24 Stunden nach der letzten Gabe. Die Lungengewebeschädigung wurde mittels Hämatoxylin-Eosin-Färbung (HE) und pathologischer Bewertung beurteilt, LC-MS wurde zur Identifikation bluteingetretener Komponenten verwendet, die Netzpharmakologie prognostizierte Kernziele und Signalwege. An A549-Zellen wurden Proliferation mit CCK-8, Apoptose mittels Durchflusszytometrie und Western Blot durchgeführt. Im Vergleich zur Kontrollgruppe zeigten Modellmäuse signifikante Erhöhungen des Lungen- und Milzindex, der pathologischen Lungenschädigungswerte und Serumspiegel von IL-17, IL-6, IL-1β, TNF-α (P<0,01) sowie signifikante Abnahmen der Phosphorylierungsraten von PI3K/PI3K, p-Akt/Akt, p-GSK3β/GSK3β (P<0,01). Im Vergleich zum Modell reduzierten alle QQQW-Dosierungen diese Organsindices, Pathologiebewertungen und proinflammatorischen Faktoren signifikant (P<0,05), die hohe QQQW-Dosis war vergleichbar mit Oseltamivir und steigerte signifikant das Phosphorylierungsverhältnis des PI3K/Akt/GSK3β-Signalwegs (P<0,01). Zellversuche zeigten, dass 100 mg·L⁻¹ QQQW die Vitalität der A549-Zellen signifikant steigerte, Apoptoserate senkte und Phosphorylierung erhöhte (P<0,01), dieser Effekt wurde durch den PI3K-Inhibitor LY294002 aufgehoben (P<0,01). Netzpharmakologie zeigte, dass GSK3β ein Schlüsselziel von QQQW und PI3K/Akt der Kernsignalweg ist. Fazit: QQQW (1,25–5 g·kg⁻¹) kann dosisabhängig die durch H1N1-Infektion verursachte Lungenentzündung und Gewebeschädigung durch Aktivierung des PI3K/Akt/GSK3β-Signalwegs lindern, wobei die hohe Dosis vergleichbar mit Oseltamivir (20 mg·kg⁻¹) wirkt.